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28.07.2010
JUGEND-EXTRA  

Andys Titanic

15-jähriger Erlanger baut Modellschiffe Jetzt hat er sogar sein eigenes Museum
 Andys Titanic
Foto: Klaus-Dieter Schreiter, Jennifer Hertlein
Bitte Bild anklicken!
Foto: Klaus-Dieter Schreiter, Jennifer Hertlein
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Andy ist ein richtiger Schiffsnarr. Vor allem Luxusliner haben es ihm angetan. In seiner Freizeit baut er selbst Schiffe, als Modelle. Jetzt hat er sich einen Traum erfüllt: Er hat auf dem Abenteuerspielplatz Taubenschlag in Erlangen sein eigenes Museum eröffnet. Dort stellt er seine selbstgebauten Schiffe aus.

Zu Hause ist Andy Kauders (15) ganzes Zimmer voll mit selbst gebauten Schiffsmodellen. Er hat unglaublich viele Bilder, Fotografien und Bücher zum Thema Schiffe. »Mein Liebling ist die Titanic«, erzählt er begeistert, »überhaupt sind alte Schiffe mit ihren Schlöten viel schöner. Die sehen wenigstens nicht aus wie schwimmende Hochhäuser.«

Der Schüler der Erlanger Jean-Paul-Schule verbringt einen großen Teil seiner Freizeit mit Modellschiffen. An kleinen Modellen baut er wenige Stunden, an großen auch mal zwei bis drei Wochen.

Ein Schiffsfan war Andy schon immer. Vor zwei Jahren hat er mit dem Modellbau angefangen und bemerkte schnell, dass es ihm riesig Spaß macht, an Schiffen zu basteln.

Zum Modellbauen braucht er vor allem handwerkliches Geschick – sowie Kleber, Farbe und Holz. Manchmal auch Plastik, einen Motor und eine Fernbedienung. »Wenn ein Modell schwimmen soll, brauche ich sogar Glasfasermatten, damit es dicht bleibt«, sagt Andy. Jeder Modellbauer sollte auch Geduld mitbringen, »für die Kleinarbeit«. Denn an Modellen zu basteln kann nerven. »Oft bin ich richtig verzweifelt, wenn ich nicht weiterkomme«, meint Andy lachend.

Doch nur kleine Modelle bauen, das hat Andy nicht mehr gereicht. In seiner Freizeit ist er häufig mit Freunden auf dem Abenteuerspielplatz Taubenschlag in Erlangen. Und plötzlich hatte er eine Idee: »Ich wollte den vorderen Teil der Titanic nachbauen. So fünf Meter hoch und fünf Meter lang.«

Museum im Schiffsrumpf

Sofort machte er sich an die Arbeit: Er zeichnete einen Bauplan und nagelte Bretter zusammen. Anschließend bemalte er sie mit Fenstern und Bullaugen. Vier Wochen hat er fast jeden Tag etliche Stunden Arbeit in das Titanic-Modell gesteckt. »Es war eine riesige Umstellung von den sonst so kleinen Schiffchen hin zu dem großen«, berichtet er. Aber die Mühe hat sich gelohnt.

Ganz alleine hat Andy mit viel Hingabe den Schiffsrumpf gezimmert. Danach hat er im Inneren ein kleines Titanic-Museum eingerichtet. Neben seinen selbst gebauten Schiffsmodellen hat er zur Veranschaulichung zahlreiche Texte, Infomaterial und Bilder ausgedruckt und aufgehängt. In den kleinen Raum passen nur zwei, drei Leute. Aber mittlerweile hat Andy schon mehrere Dutzend Besucher – vom Kleinkind bis zum Rentner – stolz durch seine eigene Ausstellung geführt. Andy ist froh, dass er sein Museum im Taubenschlag verwirklichen konnte. Hier muss er keine Miete zahlen. Und seine Freunde fanden die Idee klasse.

Andys Projekt hat sich schnell rumgesprochen. Er mag seine Rolle als junger Museumsdirektor. Schiffe sind eben sein größtes Hobby. Aber Andy hat noch große Pläne, sein Museum auszubauen. Von seinem ganz individuellen Konzept ist er überzeugt: »Ich glaube, so etwas gibt es nur ein einziges Mal auf der ganzen Welt«. JENNIFER HERTLEIN

Andys Ausstellung könnt ihr euch dienstags bis samstags von 15 bis 19 Uhr auf dem Abenteuerspielplatz Taubenschlag in der Odenwaldallee 4 in Erlangen anschauen.

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28.7.2010
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